So lesen Sie die Grafik
Dämmerung, Mond und das dunkle Fenster
Jede Zeile ist eine Nacht, von links nach rechts läuft die Uhrzeit. Nach Sonnenuntergang folgen drei Stufen der Dämmerung: bürgerlich (Sonne bis 6° unter dem Horizont), nautisch (bis 12°) und astronomisch (bis 18°). Erst danach ist der Himmel so dunkel, wie er an diesem Ort werden kann.
Steht der Mond über dem Horizont, hellt er den Himmel auf – je voller, desto stärker. Die hellen Balken zeigen die Stunden, in denen weder Sonne noch Mond stören. Dann lohnt sich die Fahrt in einen Sternenpark.
Mondlose Nächte im Jahreslauf
Warum der Juni kaum dunkle Stunden hat
Rund um die Sommersonnenwende sinkt die Sonne in Norddeutschland nicht mehr 18° unter den Horizont – in Westhavelland bleibt es dann die ganze Nacht astronomisch dämmrig. In den Alpen, gut 500 Kilometer weiter südlich, gibt es im Juni wenigstens eine kurze echte Nacht.
Die besten Monate für die Milchstraße sind deshalb August und September: Das helle Zentrum steht am Abend im Süden, und die Nächte sind wieder lang genug. Im Winter sind die Nächte am längsten, die Wintermilchstraße ist aber schwächer.
Zeiten in mitteleuropäischer Zeit (MEZ/MESZ), gültig für Deutschland und Österreich gleichermaßen.