Sternschnuppen sind Staubkörner, die beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen. Mehrmals im Jahr kreuzt die Erde die Staubspur eines Kometen. Dann sehen Sie an einem dunklen Ort Dutzende Meteore pro Stunde.
Sternschnuppen-Nächte im Jahr
Quadrantiden
3./4. Januar · 28.12.–12.01.
bis 80 pro Stunde · 41 km/s
Maximum nur wenige Stunden, Radiant im Norden
Lyriden
22. April · 14.–30.04.
18 pro Stunde · 49 km/s
Schwacher Strom, gelegentlich helle Feuerkugeln
Perseiden
12./13. August · 17.07.–24.08.
100 pro Stunde · 59 km/s
Bekanntester Strom, warme Nächte
Orioniden
21. Oktober · 02.10.–07.11.
20 pro Stunde · 66 km/s
Sehr schnelle Meteore, beste Zeit nach Mitternacht
Geminiden
14. Dezember · 04.–20.12.
150 pro Stunde · 35 km/s
Stärkster Strom des Jahres, schon ab dem Abend
Werte nach der International Meteor Organization (IMO). ZHR ist die theoretische Rate bei perfektem Himmel und Radiant im Zenit. An einem guten Ort in DE oder AT sehen Sie meist ein Drittel bis die Hälfte davon.
Die nächsten Sternschnuppen-Nächte 2026 und 2027
Orioniden, 21. Oktober 2026: Der zunehmende Mond steht am Abend am Himmel und geht erst in der zweiten Nachthälfte unter. Die Stunden vor der Morgendämmerung sind am besten.
Geminiden, 13./14. Dezember 2026: Neumond ist am 9. Dezember. Die zunehmende Mondsichel geht am Abend gegen 21 Uhr unter, danach ist der Himmel dunkel.
Quadrantiden, 3./4. Januar 2027: Nur eine schmale abnehmende Mondsichel, die erst gegen Morgen aufgeht. Das Maximum ist kurz, die Bedingungen sind aber gut.
Mondangaben aus eigener Berechnung. Für Ihren Ort prüfen Sie die Zeiten im Nachtplaner.
So sehen Sie die meisten Meteore
- Liegen statt stehen: eine Isomatte oder Liege, Blick etwa 45° über den Horizont.
- Nicht direkt auf den Radianten schauen. Meteore mit langen Spuren erscheinen eher 30 bis 50 Grad daneben.
- Kein Fernglas oder Teleskop: Meteore sind zu schnell, das Auge sieht das größte Feld.
- Mindestens eine Stunde einplanen, denn Meteore kommen oft in Gruppen.
